Veröffentlicht in Belletristik

Jean M. Auel: Ayla und das Tal der Pferde (Band 2 der Serie)

Ayla wird aus ihrem Clan („Flachschädel“ bzw. Neandertaler) ausgestoßen und macht sich auf den Weg nach Norden, um „die Anderen“ zu finden („Jetztzeitmenschen“ bzw. Homo sapiens sapiens). Nach einigen Wochen kommt sie ins „Tal der Pferde“, ein geschütztes Tal, in dem es viele Pflanzen und Tiere gibt. Da der Winter vor der Türe steht, beschließt Ayla, sich zunächst einmal dort niederzulassen. Doch aus den wenigen Wochen werden schließlich sogar Jahre. Sie ist jedoch nicht alleine, sondern hat mittlerweile zwei Gefährten gefunden: ein junges Pferd, das sie als Fohlen zu sich genommen hat, sowie einen Löwen, der als Junges von seiner Mutter verletzt zurückgelassen wurde.

In einem anderen Teil der Welt haben sich unterdessen Jondalar und Thonolan, sein jüngerer Bruder, aufgemacht, um die Donau bis zu ihrem Ende zu verfolgen. Auf ihrem Weg durch das zukünftige Europa treffen sie zahlreiche andere Stämme, mit denen sie sich anfreunden. Als Thonolan schließlich Jetamio kennenlernt und sich in sie verliebt, beschließen die Brüder, bei ihrem Stamm zu bleiben. Doch nach einigen Monaten verstirbt die junge Frau im Kindbett, und voller Verzweiflung will sich Thonolan wieder auf den Weg machen, um seinen ursprünglichen Plan zu verfolgen. Jondalar beschließt, sich ihm wieder anzuschließen, und die beiden verlassen den Stamm. Am Ende der Donau angekommen, beschließen die beiden, nach Norden zu ziehen, um den Stamm der Mammutjäger zu finden. Bei einer Auseinandersetzung mit einem Höhlenlöwen kommt Thonolan jedoch ums Leben; Jondalar wird schwer verletzt.

Ayla, die schon seit vielen Jahren alleine lebt, hört den Totesschrei Thonolans, findet den verletzten Jondalar und nimmt ihn mit in ihre Höhle, um ihn gesund zu pflegen …

Der gut geschriebene und spannende 2. Teil der Saga von Jean Auel. Der Autorin gelingt es, die Charaktere der Figuren so gut zu beschreiben, daß man das Gefühl hat, man kenne diese persönlich (wenn beide im Grunde natürlich auch in gewisser Weise „Supermenschen“ ihrer Rasse sind – sehr intelligent und schön …). Die Naturbeschreibungen erleichtern es dem Leser, die vorüberziehende Landschaft vor seinem inneren Auge zu sehen. Negativ fallen oftmals die Beschreibungen der Herstellung eines Bootes oder Werkzeuges auf – man hat zwar den Eindruck, daß man danach in der Lage ist, selbst etwas herzustellen, aber solche Details gehören nicht zwingend in einen unterhaltsamen Roman und bremsen die eigentliche Handlung.

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