Veröffentlicht in Belletristik

Paulo Coelho: Der Alchimist

Der brasilianische Geschichtenerzähler Paulo Coelho macht den Leser mit Santiago bekannt, einem andalusischen Hirtenjungen, der zweimal von einem fernen Schatz in den ägyptischen Pyramiden träumt. Und so macht sich Santiago auf den Weg: Er verläßt Spanien, um buchstäblich seinem Traum zu folgen.

Unterwegs trifft er auf viele spirituelle Boten, die in bescheidenen Formen auftreten – zum Beispiel als Kameltreiber oder als belesener Engländer. Durch den Engländer erfährt Santiago zum ersten Mal von den Alchimisten – Männern, die glaubten, daß, wenn man ein Metall jahrelang erhitzt, es sich von all seinen individuellen Eigenschaften befreien würde, und daß das, was übrigbliebe, die „Seele der Welt“ sei. Auf seinem Weg mit einer Karawane durch die Wüste trifft Santiago bei einer Oase schließlich den Alchimisten – und seine große Liebe. Doch er ist bereit, darauf zu verzichten, um seine Träume zu verwirklichen, denn: „… die Liebe niemals jemanden hindert, seine innere Bestimmung zu erfüllen. Wenn das nämlich passiert, dann war es nicht die wahre Liebe, die, welche die Sprache der Welt spricht.“ Diese Wahrheit erkennt schließlich auch Santiago, als er seinen Schatz schließlich in Händen hält.

Dieses wunderschöne Buch erinnert in seinem Charme und seiner Einfachheit an St.-Exupérys „Der kleine Prinz“. Coelho gelingt es, in seiner Parabel grundlegende Wahrheiten zu vermitteln, die man vielleicht erahnt hat, aber niemals selbst so in Worte fassen konnte.

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