Veröffentlicht in Sachtitel

Tabea Rosenzweig und Sergej Koenig: Das Buch der Dämonen. Monster, Geister, Schattenwesen

Im Zuge des Erfolgs von Fantasy- und Horror-Filmen und -Serien sowie einschlägiger Romane wie „Herr der Ringe“, „Buffy die Vampirjägerin“, „Angel“, „Harry Potter“ und Co. erschien im vgs Verlag, in dem auch sehr viele der Bücher zu den Serien von Pro 7 erscheinen, das Nachschlagewerk „Das Buch der Dämonen“. Die Autoren Tabea Rosenzweig und Sergej Koenig bieten darin einen faszinierenden und unterhaltsamen Überblick über die wichtigsten Kreaturen der Nacht und Geschöpfe des Lichts. Das Ganze wird durch zahlreiche Schwarzweißbilder aus Kinofilmen, von Gemälden oder Zeichnungen gespickt.

Die Autoren gehen von der Erkenntnis aus, daß die Dämonen, Monster, Ungeheuer etc., die uns in zahlreichen Filmen und der Literatur begegnen, im Grund alle aus weit zurückreichenden Quellen, Mythen und Sagen schöpfen. Dabei bieten sie dem Leser einen Überblick über die wichtigsten Geschöpfe von A (wie Abaddon) bis Z (wie Zyklop), und dies mit einer ganzen Menge Humor (obwohl dieser manchmal ein wenig zu überzogen ist). Ihr findet in dem ca. 160 Seiten starken Lexikon die wichtigsten Geschöpfe aus der griechischen Mythologie, aus heidnischen, jüdischen und christlichen Religionen sowie dem Volksglauben unterschiedlicher Nationen – und dies mit vielen Hinweisen zum Ursprung und der Verwandtschaft der Monster untereinander. So kennt man nach dem Lesen des Buches die komplexen Familienverhältnisse der Götter des Olymp (und ist darüber im Bilde, wer wen warum ermordet hat) oder weiß, wie man einen Golem (jüdische Mythologie) wieder los wird.

Im Anhang des Buches bieten die Autoren neben einer Übersicht über Vampire aus aller Welt auch eine Auflistung der bis zum Erscheinen des Buches (2002) ausgestrahlten „Buffy“- und „Angel“-Folgen bzw. der bis dato vorliegenden Romane zur den beiden Serien mit Angabe der darin vorkommenden Monster. Dabei wird jedoch deutlich, daß die Macher der Serien eher selten auf die im Buch von Rosenzweig und Koenig aufgelisteten Monster zurückgegriffen haben, sondern selbst kreativ wurden. Dadurch zeigt sich, daß die Serien nur als Aufhänger für die Veröffentlichung des Buches dienen, man de facto aber meist wenig über die Monster darin erfährt (mit Ausnahme der „Standardmonster“ wie Vampire).

Ein Manko des Buches ist die dem Nachschlagewerk angefügte Werbeseite. Dies hat jedoch nichts mit dem eigentlich Inhalt zu tun, sondern vielmehr mit der Verlagspolitik – aber eine Werbeanzeige für ein „Witch“-Magazin, das sich augenscheinlich an ca. 10-11-Jährige wendet, ist hier definitiv am falschen Platz!

Fazit: Wenn ihr ein unterhaltsames Nachschlagewerk mit kurzweiligen Informationen zu den gängigsten Monstern sucht, seid ihr mit dem Buch „Das Buch der Dämonen“ gut beraten. Falls ihr jedoch ein Buch sucht, in dem ihr explizit etwas über die speziellen Monster aus „Buffy“ und „Angel“ sucht, solltet ihr lieber auf die einschlägigen Fanseiten des Internets zurückgreifen.

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