Veröffentlicht in Belletristik

Laurell K. Hamilton: Bloody Bones (Anita Blake Vampire Hunter 5)

Animators, Inc., ist es gelungen, einen millionenschweren Deal an Land zu ziehen: Ein großes Unternehmen hat in Missouri ein Grundstück mitsamt Friedhof erworben, um dort eine Ferienanlage für Schwerreiche zu bauen. Doch nun stellt sich heraus, daß die Besitzverhältnisse nicht geklärt sind, Das Geschwisterpaar Bouvier erhebt ebenfalls Anspruch auf das Land. Anita Blake und ihr Trainee Larry Kirkland sollen nun einen kompleten Friedhof wieder als Zombies zum Leben erwecken, um so in Erfahrung zu bringen, ob die jahrhundertealten Toten wirklich Mitglieder der Bouvier-Familie sind und diese somit ein Anrecht auf den Grund und Boden haben oder nicht.
Als Anita vor Ort ankommt, bittet sie auch die örtliche Polizei um Hilfe: 5 Teenager wurden auf brutale Weise mit einem Schwert ermordet und verstümmelt. Genauere Untersuchungen ergeben jedoch, daß die Verstümmelungen nur dazu dienen, Vampirbisse zu verbergen. Die Situation eskaliert, als die Tochter einer strenggläubigen Familie „Selbstmord“ begeht, sich zu einem Vampir wandeln läßt und der Sohn ebenfalls von den betreffenden Vampiren entführt wird. Alles deutet darauf hin, daß eine neue Art von Vampir hinter den Verbrechen steckt.
Anita weiß sich nur noch einen Ausweg und bittet Jean-Claude um Hilfe. Dieser reist noch in derselben Nacht mit Jason, einem Werwolf, an und ermöglicht ihnen einen Besuch beim Oberhaupt des örtlichen Vampirclans. Dort angekommen, stellen sie fest, daß es sich bei den Ereignissen um eine Falle handelt: Unter dem Vorwand eines Waffenstillstandes tun Serephinas Anhänger alles, damit Jean-Claude und Anita diesen brechen. Vergeblich.
Als Anita am nächsten Tag den Fall Bouvier weiter untersucht, stellt sie ebenfalls fest, daß die Geschwister zum Feenvolk gehören – und daß sie gegen die Erweckung der Toten sind, da diese ein Wesen bewachen, das durch Zaubersprüche und Opfer an den Berg gebunden ist. Aus diesen Grund beschließt Anita, nur einige wenige als Zombies zurückzuholen und unter der Aufsicht von Stirling – dem Geldgeber des Hotelprojekts – zu befragen.
Doch dann geht alles schief … und Anita findet sich schließlich sogar im Sarg von Serephina wieder.

„Bloody Bones“ – der Name eines Restaurants – ist der erste Roman, der nicht (nur) in St. Louis spielt. Laurell K. Hamilton spielt aber auch auf dem fremden Territorium ihre Stärken aus: Ihre Landschaftsbeschreibungen sind so detailliert, daß man die Umgebung tatsächlich „sehen“ kann und den Eindruck hat, die Orte bei einem Besuch in St. Louis und Missouri selbst wiederfinden zu können. Die Autorin beschreibt auch die Schrecken – und die Gefühle – der handelnden Personen so, daß man alles „hautnah“ miterlebt – und dem Charme des Master-Vampirs ebenso zu erliegen droht wie Anita. „Bloody Bones“ schildert ebenfalls erste Schlüsselszenen, die darauf hinweisen, wie sich die Beziehung zwischen Anita und dem Vampir weiterentwickeln wird (mehr soll nicht verraten werden). Darüber hinaus enthält das Buch die üblichen Twists and Turns, so daß man immer wieder überrascht ist, wenn man feststellen muß, daß man sich ebenso auf einer falschen Fährte befindet wie die Protagonisten.

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