Veröffentlicht in Belletristik

Laurell K. Hamilton: Guilty Pleasures (Anita Blake Vampire Hunter 1)

„My name is Anita Blake. Vampires call me the Executioner. What I call them isn’t repeatable.“

Wer glaubt, daß Buffy die einzige Vampirjägerin ist, hat sich geirrt. Schon als der BtVS-Film in die Kinos kam, ist die 24jährige Anita Blake auf der Jagd nach den Geschöpfen der Nacht. Doch als dann der Oberste Gerichtshof der USA den Vampiren die „Menschen“-Rechte zuerkannte, ist es damit erst einmal vorbei, und die Vampire sind in den Augen vieler Menschen nur ganz normale Leute. So ist es zum Beispiel in St. Louis eine große Touristenattraktion, den örtlichen Vampir-Distrikt zu besuchen, wo Vampire Clubs und ähnliches unterhalten. Und so besteht augenblicklich Anitas Hauptaufgabe darin, Tote als Zombies wiederzuerwecken, damit Erbstreitigkeiten gelöst, Morde geklärt und die Toten wieder mit ihren Lieben vereint sind. Vampire stehen unter dem Schutz des Gesetzes – außer, sie übertreten das Gesetz.
Da Anita Blake in ihrer Zeit als Vampirjägerin viele Opfer gesehen hat und auch oftmals von Vampiren angefallen wurden, steht sie diesen Geschöpfen weiterhin ablehnend gegenüber. Sie sieht ihre Antipathie bestätigt, als sie in eine Verschwörung mit hineingezogen wird.
Als zahlreiche Vampire „ermordet“ aufgefunden werden, bittet sie das Oberhaupt der Vampire von St. Louis um ihre Mithilfe bei der Lösung des Falles – Nikolaos, die 1.000 Jahre alt ist und aussieht wie ein 10jähriges Kind. Anita lehnt jedoch ab. Da wird ihre beste Freundin bei einem Besuch in einer Vampir-Bar von einem Vampir unter seine Kontrolle gebracht – und die einzige Möglichkeit, diese Kontrolle wieder aufzuheben, besteht darin, daß Anita sich doch bereit erklärt, mit dem verhaßten Gegner zusammenzuarbeiten.
Doch das ist nicht ihr einziges Problem: Jean-Claude, ein gut 200 Jahre alter, gutaussehender mächtiger Vampir, macht ihr den Hof – und kennzeichnet sie mit zwei Vampirzeichen, die sie untrennbar mit ihm verbinden.

Laurell Hamilton gelingt es, Humor und Horror wunderbar zu vereinigen. Anitas Kommentare zu den Geschehnissen sorgen für eine ganze Reihe von Lachanfallen. Aber die Schilderungen der vampirischen Fähigkeiten jagen dem Leser gleichzeitig auch einen Schauer über den Rücken. Dennoch verfällt auch er spätestens in der Hälfte des Buches ihrem „einnehmenden“ Wesen und nimmt sie (wie auch die unbedarften Besucher in den Bars) nicht mehr als gefährliche Monster wahr. Das gilt vor allem für den charismatischen Jean-Claude. Auch wenn nicht ganz ersichtlich ist, warum eine so zierliche (und darauf wird mehrfach hingewiesen) Frau solche körperlichen Kräfte hat, macht es Spaß, sie auf ihren Kämpfen gegen die Vampire und andere Untote zu begleiten. Fazit: Wer nach dem Lesen des Buches nicht süchtig ist und wissen will, wie es weitergeht, dem kann ich auch nicht helfen!

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