Veröffentlicht in Belletristik

Mary Janice Davidson: Undead and Unappreciated (Band 3)

Betsy Taylor, die schuhsüchtige Vampirkönigin, entdeckt, daß ihre verhaßte Stiefmutter Ant aka Antonia 1986 fast ein Jahr lang vom Teufel – ach ja, der Teufel ist eine Frau Ende vierzig, die irgendwie an Lena Olin erinnert – besessen war und ein Kind zur Welt gebracht hat. Als Ant wieder zu sich kam, weil der Teufel aus Langeweile in die Hölle zurückkehrte, und feststellte, daß sie eine Tochter hatte, setzte sie diese in einem Krankenhaus aus. Betsy und ihr verhaßter Gemahl Eric finden durch Recherchen im Buch der Toten heraus, daß es auch für dieses Kind eine Prophezeiung gibt: Sie wird die Welt beherrschen. Ihre Nachforschungen führen die beiden schließlich zu Laura Goodman, der Adoptivtochter eines Pfarrerehepaars, die blond, blauäugig und sehr fromm ist. Betsy freundet sich mit ihr an, doch wie soll sie der warmherzigen, unschuldigen Laura offenbaren, daß ihre Mutter der Teufel ist und sie die Weltherrschaft anstreben wird? Doch schließlich zeigt sich, daß Laura nicht ganz so ahnungslos ist – und daß es manchmal ganz hilfreich ist, eine Schwester zu haben, die die „Ausgeburt der Hölle“ ist.

In einer Nebenhandlung geht es um den wahnsinnigen Vampir George, der als Untermieter in Betsys Keller zieht, wo er seine Zeit mit häkeln verbringt; außerdem entpuppt sich Betsy als die Babysitterin ihres neuen Halbbruders Jonathan – und dann wird auch noch eine Hochzeit geplant.

Mary Janice Davidsons Band 3 der Serie um „Elizabeth Taylor“ ist erneut eine unterhaltsame Mischung aus spritzigen (wenn auch nicht tiefgehenden) Wortwitz und Frauenroman mit einem Schuß Vampir. Als einen richtigen Vampirroman möchte man es nicht bezeichnen, denn daß die Hauptfigur ein Vampir ist, ist nur ein unwesentliches Detail – gute Vampirromane werden eher von Autorinnen wie Anne Rice oder Laurell K. Hamilton und Chelsea Quinn Yarbro verfaßt. „Undead and Unappreciated“ ist ein unterhaltsames, wenn auch nicht anspruchsvolles Buch für zwischendurch. Jedoch zeichnet sich hier schon ab, was man häufig bei Romanserien feststellt: Die Qualität der Bücher nehmens zusehends ab, und Elemente, die eingangs noch witzig und unterhaltsam waren, wirken auf Dauer langweilig, wenn dies auf Kosten der Handlung geht.

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