Veröffentlicht in Belletristik

P. N. Elrod: Der maskierte Tod (Band 3)

Der dritte Teil der vierbändigen Saga um den Gentleman-Vampir Jonathan Barrett schließt direkt an die Ereignisse von „Der endlose Tod“ an.

Der Befreiungskrieg überzieht die Nordstaaten Amerikas und das Leben wird immer gefährlicher – vor allem für die Familien, die die Trennung von England nicht wollen! Jonathans Vater beschließt, dass sein Sohn das Land verlassen und nach England zurückkehren soll, woher die Familie Fonteyn auch abstammt. Und da Jonathans Schwester Elizabeth immer noch unter dem Verrat ihres „Ehemannes“ leidet, soll ihn diese begleiten. Der Rest der Familie wird einige Zeit später folgen. Daher kommt es Jonathans Vater nur recht, daß dieser schon seit langer Zeit von Fragen gequält wird: Warum hat Nora Jones ihn zum Vampir gemacht? Warum hat sie es ihm nicht gesagt, bevor sie verschwunden ist? Welche Fähigkeiten und Schwächen besitzt er in seinem neuen Zustand? Schon vor Monaten hat Jonathan seinen Cousin Oliver gebeten, Nachforschungen über den Verbleib von Nora anzustellen. Vergebens. Zusammen mit seiner Schwester und seinem schwarzen Diener Jericho fährt er mit einem Schiff nach England, um nun selbst aktiv zu werden. Doch als er zwei Monate später in London ankommt, ist sie immer noch spurlos verschwunden, und ihr Haus verfällt zusehens.

Doch nicht nur die Suche nach Nora Jones hält Jonathan, Elizabeth und Oliver auf Trab. Auch der Fonteyn-Teil seiner Familie – allen voran das Oberhaupt der Familie und Schwester von Jonathans Mutter: Elizabeth Therese Fonteyn-Marling – macht den Freunden das Leben so schwer, daß es schließlich zum Bruch kommt. Aber schon kurze Zeit später kommt „Tante“ Fonteyn ums Leben, und Oliver wird nun das Oberhaupt der Familie. Doch rasch zeigt sich, daß sich hinter dem Tod noch mehr verbirgt als nur ein Unglücksfall. Und plötzlich ist Jonathan der Gejagte, aber seine Gegner müssen feststellen, daß man einen untoten Barrett nicht so leicht aus dem Weg räumen kann …

„Der maskierte Tod“ ist kurzweilige historisch angehauchte Vampir-Fantasy, die zu keiner Zeit langweilig wird oder oberflächlich wirkt. Die Autorin P. N. Elrod legt im dritten Band der Serie ihr Hauptaugenmerk auf die Beschreibung des neuen Umfeldes – London – und Jonathans Nachforschungen, so daß Handlung und Dialog stellenweise etwas zu kurz kommen. Und am Ende hat man dann beinahe den Eindruck, daß ihr plötzlich einfiel, daß sie doch noch für etwas Action sorgen muß – und diese reißt den Leser dann auch wirklich mit. Im Grunde geht es bei „Der maskierte Tod“ eher um ein amiliendrama, um Selbstverwirklichung als um einen klassischen Vampirroman.

Etwas schade ist, daß die Suche nach Nora, die ja im Grunde die Antriebskraft Jonathans ist, im Roman etwas zu kurz kommt und nicht ein bißchen Nahrung erhält. War sie vielleicht nur ein Vorwand, um den Handlungsort zu verlegen?

Was leider sehr negativ auffällt, ist die unglückliche Covergestaltung. Das Bild paßt zum einen überhaupt nicht zum Charakter der Serie und hat zweitens auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun.

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