Veröffentlicht in Belletristik

Robert Ludlum: Das Bourne Imperium

Wenige Monate sind vergangen, seit aus Jason Bourne wieder David Webb wurde (siehe „Die Bourne Identität“). Er ist nun mit Marie verheiratet und lehrt als Professor an einer Universität in Maine. Doch die Vergangenheit läßt ihn noch immer nicht los. Noch immer kann er sich nur bruchstückhaft an die Geschehnisse aus seinem Leben erinnern, doch aus Liebe zu Marie verdrängt er die Erinnerungen.
Doch dann erhält er Besuch von Staatssekretär Edward McAllister, der ihm und Marie mitteilt, daß jemand die Identität Bournes übernommen hat und nun als Auftragskiller in China einige Morde verübt hat, was im Vorfeld der Rückgabe der Kronkolonie Hongkong die Beziehungen zwischen China und den westlichen Nationen zu beeinträchtigen droht. Einige Tage später wird Marie entführt – angeblich von chinesischen Triaden, die von David Webb verlangen, daß er den Auftragskiller finden und ihnen überstellen soll. Was David und auch Marie nicht wissen, ist, daß es sich um eine Täuschungsaktion des amerikanischen Geheimdienstes handelt, der hinter der Entführung steckt und David auf diese Weise dazu bringen will, wieder als Jason Bourne aktiv zu werden, um eine Bedrohung für den Frieden in Fernost aus dem Weg zu räumen. Doch weder Marie noch David sind bereit, sich als Spielbälle in einer Auseinandersetzung mißbrauchen zu lassen, die beiden anfänglich noch gar nicht überblicken können.

„Das Bourne Imperium“ wurde 1986 geschrieben und ist einer der besten und fesselndsten Thriller, die ich je gelesen habe. 2004 wurde das Buch mit Matt Damon in der Hauptrolle verfilmt, doch im Grunde hat der Film nur peripher mit dem Buch zu tun – was jedoch beidem keinen Abbruch tut. Die Handlung ist so vielschichtig, daß der Leser streckenweise ebenso wenig wie Bourne weiß, ob er nun einer großen Täuschung erliegt oder die tatsächlichen Sachverhalte und Beweggründe der einzelnen Figuren durchschaut hat. Gerade die Beschäftigung mit den psychologischen und physische Vorgehensweisen der einzelnen Charaktere und das Wechselspiel zwischen David Webb und Jason Bourne, die zwei oder teilweise sogar drei Personen in einem sind, ist mehr als nur faszinierend.

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