Veröffentlicht in Belletristik

Victoria Janssen: Die Herzogin, ihre Zofe, der Stallbursche und ihr Liebhaber

Die vierzigjährige Herzogin Camille ist verzweifelt: Ihr grausamer Ehemann will sie nach zwanzig unglücklichen Ehejahren umbringen, damit er sich eine junge, gefügige Frau suchen kann, die ihm endlich einen Erben schenkt. Zunächst sucht sie sich einen jungen Geliebten – den halb so alten Stallburschen Henri -, um herauszufinden, ob nicht doch ihr Ehemann die Schuld an ihrer Kinderlosigkeit trägt. Doch als dieser hinter ihr Geheimnis kommt, entschließt Camille sich endlich zur Flucht, statt tatenlos auf ihren Tod zu warten. Mit ihrem jungen Geliebten, ihrer Zofe Sylvie und ihren ergebensten Dienern – zwei Eunuchen – sucht sie auf dem Weg zu einem alten Jugendfreund, von dem sie sich Hilfe erhofft, Unterschlupf in Gasthäusern und Bordellen und gibt sich tabulosen körperlichen Freuden hin. Doch die Männer des Herzogs ihnen bereits auf den Fersen …

Eine zugegebenermaßen kurze Inhaltsangabe, doch wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass dies der komplette Inhalt des Buches ist. Victoria Janssens Erstlingsroman mit einem wirklich neugierig machenden Titel gehört nämlich eher in die Kategorien „Mit wie wenig Inhalt komme ich aus, wenn ich im Grunde nur eine 6szene nach der anderen beschreiben will?“ oder: „Wer hat noch nicht mit wem auf welche Art und Weise 6 gehabt?“ Im Grunde handelt es sich bei dem gut 400 Seiten langen Roman nur um eine Aneinanderreihung von 6szenen, und spätestens nachdem die Leserin zum dritten Mal eine 6szene gelesen hat, die zwangsläufig mit „F… mich!“ beginnt, fängt sie an, sich zu langweilen. Eine richtige Story, halbwegs glaubwürdige Charaktere oder „ordentliche“ Beschreibungen? Fehlanzeige!
Ich habe durchaus kein Problem mit detailliert beschriebenen Liebesszenen, aber sorry: Hier kann ich mich einfach nicht zu einer Kaufempfehlung durchringen.

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