Veröffentlicht in Belletristik

Glenna McReynolds: Kelch und Schwert

Wales, 1183: Während Rhiannon, Nemeton und Rhuddlan in den unterirdischen Höhlen von Merioneth ein geheimnisvolles Ritual durchführen, wird die Burg überfallen und alle Bewohner werden getötet. Alle, mit Ausnahme von Mychael, Ceridwen (den beiden Kindern von Rhiannon) und Moriath (Nemetons Tochter). Moriath bringt den Sohn in ein Mönchskloster, Ceridwen zu Nonnen und verschwindet dann spurlos.

1198: Ceridwen wird von Morgan ab Kynan aus dem Süden von Wales nach Merioneth gebracht, um dort den Schloßherren Caradoc zu heiraten und eine Allianz zu besiegeln. Und eben dieser Caradoc ist für den Tod ihrer Eltern verantwortlich. Ihr gelingt jedoch verletzt die Flucht, und sie wird von dem geheimnisvollen Dain Lavrans, einem Magier, gefangengenommen. Dieser erkennt, daß Ceridwen auch magische Kräfte besitzt, von denen sie jedoch nicht weiß – sie besitzt „den Schlüssel“ zum Tor zu Zeit und Raum und kann zwei mächtige Drachen rufen.
Dain, der zusammen mit Morgan und Caradoc auf einem der Kreuzzüge von Richard Löwenherz war und in der Gefangenschaft Schreckliches erlitten hat, verliebt sich in Ceridwen und weigert sich, diese an Caradoc auszuliefern. Durch seinen Kontakt zu den Quicken-Tree (einer Art Waldelben) erfährt Dain immer mehr über das Geheimnis, das Ceridwen umgibt. Die junge Frau hat sich ebenfalls in Dain verliebt, und in der Nacht von Beltaine kommen die beiden Liebenden schließlich zusammen.
Doch Caradoc bleibt nicht untätig und entführt Ceridwen, denn er will sich ihre Fähigkeiten selbst zunutze machen. In den tiefen Höhlen von Merioneth kommt es schließlich zu einem entscheidenden, erbitterten Kampf zwischen den verfeindeten Gruppen. Mychael taucht wie aus dem Nichts auf und hilft seiner Schwester bei der Auseinandersetzung mit dem Gegner. Doch dann stürzt Morgan in eines der Zeit-Wehre und verschwindet … in der Zeit.

Wenn man das Cover betrachtet, ahnt man schon, was einen erwartet: einen historischen Roman mit viel Liebe. Zu deutlich ist der Roman von der äußern Gestaltung an den Bestseller „Feuer und Stein“ von Diana Gabaldon angelehnt. „Never change a winning team“, hat sich wohl der Verlag gedacht. Und der Leser wird auch nicht enttäuscht. Ihn erwartet ein gutgeschriebener historischer Roman mit einer netten Liebesgeschichte (sorry, aber mit Jamie und Claire können die beiden nicht einmal annähernd mithalten). Was das Ganze jedoch deutlich von Gabaldon abhebt, ist der Fantasy-Aspekt, in dem der Roman ganz stark auf Elben, Drachen, Zeit-Wehre eingeht, was ausgesprochen faszinierend und neu ist. Wer einen unterhaltsamen Roman für den Urlaub sucht, ist mit „Kelch und Schwert“ gut beraten und wird nicht enttäuscht werden.

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