Veröffentlicht in Belletristik

Madeleine Urban/Abigail Roux: Sticks & Stones (Band 2)

Sechs Monate nachdem sie in New York beinahe dem Serienmörder zum Opfer gefallen sind, leiden die Special Agents Tyler Grady und Zane Garrett immer noch unter den Nachwirkungen der Ereignisse – auch wenn sie dies nie zugeben würden. Aber sie leiden auch noch unter etwas Schlimmerem: darunter, erst einmal Schreibtischdienst schieben zu müssen. Als ihr Vorgesetzter sie dazu verdonnert, erst einmal ein paar Wochen Urlaub zu machen, da sie ihre jeweilige psychologische Evaluation nicht bestanden haben, beschließt Ty, seinen Partner mit zu seiner Familie nach West Virginia zu nehmen. Er hofft, dass die Ruhe und der dortige Frieden diesem dabei helfen, innerlich ebenfalls zur Ruhe zu kommen.
Aber er hofft auch, dass die beiden die Gelegenheit bekommen, sich dort über die Anziehung klar zu werden, die zwischen ihnen herrscht.
Doch natürlich kommt alles nicht so, wie die beiden dies erwartet haben: Als sie zusammen mit Tys Vater Earl und seinem Bruder Deacon in den Bergen auf Wandertour gehen, finden sie sich von allen Seiten mit Gefahren konfrontiert: den unwirtlichen Wetterbedingungen, wilden Tieren, Schatzjägern – und ihrem jeweiligen Partner.

„Sticks & Stones“ ist der zweite Band aus der Reihe um die FBI-Special-Agents Tyler Grady und Zane Garrett (Band 1: „Cut & Run“, Band 3: „Fish & Chips“) und wieder einmal genau das Richtige für alle Fans von romantischen m/m-Thrillern. Das Buch liest sich meines Erachtens noch besser (okay, ich hab’s innerhalb eines Tages verschlungen) als sein Vorgänger, da die Figuren nicht mehr komplett neu eingeführt und in ihrem „Universum“ verankert werden müssen. Die Autorinnen können sich daher die Zeit nehmen, die Charakterbeschreibungen weiter intensiver zu beleuchten und auch der Interaktion zwischen den beiden mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der Leser erfährt mehr darüber, welche Art seelischen Ballast die beiden mit sich herumschleppen, was ihre größten Ängste sind und warum, inwiefern ihre Vergangenheit sie zu dem gemacht hat, was sie sind – und warum es ihnen so schwerfällt, der Wahrheit über ihre Beziehung ins Auge zu schauen. Urban und Roux liefern wirklich beides: die guten Seiten zweiter dickköpfiger „männlicher“ Männer und die schlechten. Dadurch werden die beiden wahrlich realistisch, und man möchte ihnen sprichwörtlich an den Hals gehen, weil man als außenstehender die Dynamiken durchschaut und im Gegensatz zu den beiden genau weiß, dass vieles sich klären würde, wenn die beiden denn nun endlich ehrlich zu sich selbst sind und mit ihrem Partner reden würde.
Die Handlung selbst … Nebensächlich, möchte man sagen, aber gerade die unwirtliche Landschaft, die wilden Tiere und andere menschliche Gegenspieler sind die Leinwand, auf der das Bild der beiden Männer gezeichnet wird. Während ich beim ersten Buch noch den Eindruck hatte, die Handlung diente (teilweise) nur dazu, die beiden Figuren zusammenzubringen, war sie in diesem zweiten Band integraler Bestandteil des Ganzen. Hoffentlich gelingt es den beiden Autorinnen, die auch in der Fortsetzung umzusetzen.
Mein Fazit: Lesen! Verschlingen!

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2 Kommentare zu „Madeleine Urban/Abigail Roux: Sticks & Stones (Band 2)

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