Veröffentlicht in Belletristik

Thomas E. Sniegoski: Soul Trade (Angel-Roman 8)

David Bentone ist ein leidenschaftlicher Spieler. Eines Tages setzt er wieder einmal viel zu viel Geld auf ein Pferd – und verliert eine Riesensumme. Als er darüber nachdenkt, die Stadt zu verlassen und seine Familie zurückzulassen, spricht ihn ein geheimnisvoller Mann an, der ihm einen Deal anbietet: Er bezahlt Bentones Schulden und dieser übergibt ihm die Seele seiner kleinen Tochter. Da Bentone sehr verzweifelt ist und darüber hinaus auch nicht an die Existenz der Seele glaubt, willigt er schließlich ein. Doch als er den Kollektor, den ihm Anton Meskal – so der Name des Mannes – gegeben hat, einsetzt und seiner Tochter die Seele nimmt, fällt diese in eine Art Koma.
Unterdessen ist Angel durch eine von Doyles Visionen auf den Fall aufmerksam geworden und beginnt zu ermitteln. Das Schicksal des kleinen Mädchens erinnert ihn zu sehr an den zu frühen Tod seiner Schwester. Als er Bentone in dessen Wohnung aufsucht, wird dieser gerade von drei Homunculi überfallen, da er versucht hat, von seinem „Geschäftspartner“ Meskal mehr Geld zu erpressen. Während der Auseinandersetzung wird Bentone schließlich getötet, und es gelingt den Homunculi, mit der Seele seiner Tochter zu flüchten.
Angel erfährt von einem Informanten, daß es eine neue Droge namens Uforia gibt, die aus Seelen hergestellt wird und sich unter den Dämonen gerade großer Beliebtheit erfreut. Er findet heraus, daß Meskal auch für die Drogengeschäfte verantwortlich ist, und stellt diesem eine Falle. Es gelingt Meskal zwar zu entkommen, doch die magischen Kräfte, die er dabei gegen Angel einsetzen muß, schwächen ihn und lassen ihn rapide altern – denn im Grunde ist Anton Meskal bereits über 800 Jahre alt. Den verlangsamten Alterungsprozeß verdankt er seiner Verbindung zu einem Kurgarru-Dämon namens Shugg, den er zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus einer anderen Dimension befreit hat. Aus Dank dafür – Shugg war der Letzte einer Dämonenart, die sich ausschließlich von den Seelen der Angehörigen ihrer Rasse ernährte – hat ihn dieser in das Geheimnis eingeweiht, wie man durch die Aufnahme von Seelen das eigene Leben verlängern kann.
Es kommt schließlich zu einem Showdown in einer alten Horrorvilla, bei dem nicht nur die Seele des kleinen Mädchens auf dem Spiel steht …

„Soul Trade“ ist ein geradliniger Monsterroman, der recht unterhaltsam (und gelegentlich richtig schön eklig) ist – jedoch nicht mehr. Auch hier steht wieder eine Episode aus Angels Vergangenheit im Mittelpunkt: der Mord an seiner kleinen Schwester, was ihn im Rahmen des Romans gleich in zwei Fällen zum Handeln veranlaßt, als Kinder in Gefahr schweben. Leider enthält die Story nur zwei kurze Rückblenden in die Vergangenheit der Figuren, so daß man nichts Neues über die Geschichte unseres „Helden“ erfährt. Sehr interessant ist es jedoch, daß endlich einmal ein Schriftsteller auf die Idee kommt, Angel seiner Seele zu berauben – ein Konzept, aus dem man viel mehr hätte herausholen können.

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