Veröffentlicht in Belletristik

Sedonia Guillone: The Completeness of Celia Flynn

Irland 1913: Seit ihrer Kindheit sind Celia, Robert, Freddie und Patrick miteinander befreundet, doch ihre Beziehung nimmt einen unerwarteten Verlauf, als sie eines Tages in Roberts Scheune den 19. Geburtstag des Mädchens feiern und aus Freundschaft Leidenschaft wird. Gerade noch rechtzeitig erinnert sich Celia daran, dass anständige Mädchen „so etwas“ nicht tun – nicht vor der Hochzeit und schon gar nicht gleich mit drei Männern. Auch wenn diese noch so sehr ihre Liebe beteuern.
Erschreckt von ihren Gefühlen, zieht sich Celia von ihren Freunden zurück, die wenige Monate später in den Krieg ziehen. Doch schon bald bedauert die junge Frau, sich für die gute Erziehung ihrer Mutter und die Regeln der Gesellschaft entschieden zu haben, denn ihre Gefühle lassen sich einfach nicht verdrängen. Sie schwört ihnen in Briefen, ihrer „Beziehung“ eine zweite Chance zu geben, wenn sie nur aus dem Krieg zurückkehren.
Und knapp drei Jahre später kommt einer nach dem anderen zurück – gezeichnet von den Erfahrungen des Krieges. Doch es zeigt sich, dass selbst die Verletzungen die vier nicht davon abhalten, ihre ungewöhnliche Beziehung zu leben.

Die Erzählung „The Completeness von Celia Flynn“ gehört definitiv zu den Geschichten, nach denen man eine kalte Dusche benötigt (ähem …).
Positiv fällt auf, dass die ca. 80 Seiten sich fast von selbst lesen und dass die Erzählung durchaus auch unterhaltsam ist – aber auch nur geeignet für Leser, die kein Problem mit Ménage-Geschichten und expliziter Beschreibung von 6 haben.
Negativ ist zu bemerken, dass die Figuren wenig Tiefe haben (6 als Allheilmittel gegen die Schrecken des Krieges ist doch etwas … platt) und dass es keine nennenswerte Handlung gibt. Die Autorin gibt sich auch nicht mit irgendwelchen Beschreibungen ab – wie sehen die handelnden Personen aus (mehr als die Haarfarbe und dass die Männer muskulöse Oberkörper haben erfährt man nicht)? Leben eigentlich auch andere Menschen in ihrem Heimatort? Wie sieht dieser aus? Etc. Im Grunde läuft alles darauf hinaus, die einzelnen 6szenen herbeizuführen. Diese sind relativ geschmackvoll beschrieben, wirken aber hin und wieder redundant und forciert.
Fazit: Ich würde sicher keine 10 US-D für ein Buch ausgeben, aber ein paar Euro in das eBook investieren. 🙂

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