Veröffentlicht in Belletristik

Josephine Angelini: Göttlich verdammt

Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe: Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen und sogar einen unerklärlichen Hass. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, den Untergang der Welt herbeizuführen, indem sie sich ineinander verlieben und so einen großen Krieg auslösen. Wie ihre antiken Vorbilder Paris und Helena in Troja …

„Göttlich verdammt“ ist Band 1 einer Jugendroman-Trilogie der Amerikanerin Josephine Angelini. Band 2 „Göttlich verloren“ erscheint im Mai 2012, Band 3 aller Voraussicht nach im Frühjahr 2013. Der Autorin gelingt es durchaus, eine packende, actionreiche Geschichte zu erzählen, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, hat man einmal mit dem Lesen begonnen. Die Story an sich ist so interessant und die Figuren sind so glaubwürdig und „rund“, dass man sich nicht langweilt, sondern viel Spaß hat.
ABER: Die Autor war dann doch etwas, drücken wir es freundlich aus, inspiriert, denn es fallen so viele Elemente ins Auge, die man schon von anderen berühmten Jugendromanen kennt (Twilight, Chroniken der Unterwelt, Percy Jackson etc.), dass man sich streckenweise doch fragt, warum ihr nicht etwas Eigenes eingefallen ist, denn fantasievoll schreiben kann die Autorin eigentlich: Ein junges Mädchen wächst bei seinem alleinerziehenden Vater auf. Im Ort selbst lebt eine ungewöhnliche Familie, deren Mitglieder überirdisch gutaussehend sind und sich entschieden haben, anders zu leben als die anderen Mitglieder ihres „Clans“. Sie sind zwar keine Vampire (thank God), aber wenigstens Halbgötter. Obwohl das Mädchen sich für nichtssagend und wenig hübsch hält, stellt sich heraus, dass sie (natürlich) doch etwas Besonderes ist; „besonderer“ als die anderen. Und natürlich verliebt sich der schönste Delos-Sohn in sie. Es ist die große Liebe, doch sie können zueinander nicht kommen, Das Wasser war viel zu tief da [nein, ich will dann doch nicht zu viel spoilern]. Und obwohl sie eigentlich die Finger nicht voneinander lassen können, dürfen sie sich noch nicht einmal küssen. Vermutlich weil die amerikanischen Sittenwächter dann einen Herzinfarkt bekommen hätten.
Fazit: ein keuscher, verkitschter „Nackenbeißer“ eben. Besser als andere derartige Jugendromane, in denen sich zwei durchs Schicksal getrennte Teens anschmachten, aber auch nichts Neues.

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2 Kommentare zu „Josephine Angelini: Göttlich verdammt

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