Veröffentlicht in Belletristik

Rachel Hauck: Vier Frauen und ein Hochzeitskleid

hauck vier frauen und ein HochzeitskleidBirmingham, 1912: Emily Canton liebt ihren Jugendfreund Daniel Ludlow schon lange, aber als er weggeht und nichts mehr von sich hören lässt, beschließt sie, dem Wunsch ihrer Eltern zu folgen und den reichen Phillip Saltonstall zu heiraten. Doch als Daniel zurückkehrt und Emily erfährt, dass ihre Eltern seine Briefe unterschlagen haben, beginnt sie, ihre Entscheidung zu hinterfragen. Als dann noch der Verdacht aufkommt, dass Phillip ihr nicht treu ist, verstärken sich ihre Zweifel. Und dann besteht Emilys Mutter auch noch darauf, dass ihre Tochter ein bestimmtes Brautkleid trägt. Aber Emilys Herz gehört dem zeitlosen, eleganten Kleid, das eine farbige Schneiderin für sie entworfen hat … etwas, das in dieser Zeit undenkbar ist …

Birmingham, 2012: Charlotte Malone besitzt einen Brautmodengeschäft und hilft Bräuten, das perfekte Kleid zu finden. Und da ihre eigene Hochzeit mit Tim Rose schon kurz bevorsteht, sucht sie auch selbst noch ihr Traumkleid. Doch aus irgendeinem Grund will ihr dies nicht so recht gelingen. Da ersteigert sie auf einer Auktion eine alte Truhe, ohne zu wissen, was diese enthält. Kurze Zeit darauf löst Tim die Verlobung. In dieser Situation erinnert Charlotte sich an ihre Truhe, beschließt, diese endlich einmal zu öffnen – und findet darin ein wunderschönes altes Hochzeitskleid, das so aussieht, als sei es noch nie getragen worden. Aber welche Frau würde sich von ihrem Hochzeitkleid trennen und es in eine alte Truhe verbannen? Charlotte begibt sich auf die Suche nach der unbekannten Braut – aber was sie findet, ist viel mehr als das …

Der Roman „Vier Frauen und ein Hochzeitskleid“ der Amerikanerin Rachel Hauck ist sowohl ein zeitgenössischer Roman als auch ein Historienroman mit einem Schuss „übersinnlich“. Er schildert die bewegenden, teils glücklichen, teils traurigen Geschichten von vier Frauen aus unterschiedlichen Zeiten. Eigentlich bin ich kein großer Fan von generationsübergreifenden Frauengeschichten, aber auf dem Cover des Buches war eben ein Hochzeitskleid abgebildet – so sue me. 🙂 Und im Grunde geht es auch nicht darum, dass in einer Familie ein Hochzeitskleid von einer Frau an die nächste weitergegeben wird. Es geht um universelle Erfahrungen und Gefühle, die sich in den Geschichten der vier Frauen wiederfinden – ihren Träumen, Hoffnungen und ihrem Leid -, und viele Leserinnen werden sich damit identifizieren können.
Die Geschichte beginnt mit Charlotte (in der Gegenwart), und da sie zunächst wie die gewöhnliche Geschichte einer sitzengelassenen Frau daherkommt (auch wenn sie wirklich gut und leicht lesbar geschrieben ist), brauchte ich ein paar Seiten, bis ich in die Story hineingefunden hatte. Aber sobald das Kleid auftaucht und man in Emilys Geschichte eintaucht (und wie das Kleid entstand), kann man sich dem Zauber der Handlung nicht mehr entziehen.

Noch eine Bemerkung am Rande: „Vier Frauen und ein Hochzeitskleid“ erschien im Verlag Gerth Medien, und so enthält das Buch auch zahlreiche „fromme“ Elemente, wenn diese auch nicht zu aufdringlich verwendet werden. So ist das Kleid ein Symbol für das Evangelium/die Gute Nachricht, die zeitlos ist, nie „verschleißt“ und jedem passt, der sie „anprobiert“. Ein großartiger Gedanke, der Gott sei Dank aber nicht mit der Hammermethode vermittelt wird.

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Ein Kommentar zu „Rachel Hauck: Vier Frauen und ein Hochzeitskleid

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