Veröffentlicht in Belletristik

Lauren Layne: Isn’t She Lovely

layne-isnt-she-lovelyDamit sie während des Sommers nicht zu ihrer (Stief-)Familie nach North Carolina muss, beschließt die 21-jährige Stephanie Kendrick, einen Filmkurs an der NYU zu besuchen, der von einem Golden-Globe- und Oscar-prämierten Drehbuchautor angeboten wird. Doch der Kurs entwickelt sich nicht so wie erwartet, als die Studenten in ihrer ersten Stunde gleich die Aufgabe bekommen, die sie während des restlichen Sommers beschäfigten wird: Sie müssen jeweils mit einem Partner ein Drehbuch verfassen. Und Stephanie bekommt einen typischen reichen Sunny Boy zugeteilt – Ethan. Der verwöhnte Junge aus reichem Haus ist ebenfalls alles andere als angetan, als ihm eine junge Frau mit Piercings, Goth-Klamotten und -Make-up und einer überaus „stacheligen“ Persönlichkeit zugeteilt wird.
Zunächst glauben die beiden noch, sie könnten ihren Kontakt auf ein Minimum beschränken, doch dann passieren zwei Dinge: Stephanie steht plötzlich ohne Unterkunft da, und Ethan braucht – nachdem er mit seiner langjährigen Freundin schlussgemacht hat – eine vorzeigbare Alibifreundin für die Treffen mit seiner Familie auf den Hamptons. Nach kurzem Zögern zieht Stephanie in sein Gästezimmer – und stellt ihre gesamte Garderobe und auch Persönlichkeit um, damit sie eine vorzeigbare Freundin abgibt.
Was Ethan noch nicht ahnt: Diese Welt der Reichen ist ihr gar nicht so fremd, war sie doch bis zu ihrem Schulabschluss eine „Vorzeigetochter“, Cheerleaderin und Prom Queen. Bis ihre Mutter an Krebs starb, ihr Vater sich schon wenig später eine neue Familie zulegte – und sie von ihrem damaligen Freund vergewaltigt wurde, nachdem er ihr K.-o.-Tropfen in ihren Drink gegossen hatte.
Und auch Ethan hält einige Überraschungen für Stephanie bereit …
Wird es den beiden Studenten, die aus so unterschiedlichen Welten kommen, gelingen, sich zusammenzuraufen? Oder wird vielleicht sogar noch mehr geschehen?

„Isn’t she lovely“ von Lauren Layne ist eines der unzähligen günstigen Young-Adult-E-Books, das ich mir in den vergangenen Monaten zugelegt habe. Und es gehört definitiv zu den besseren Geschichten, die derzeit angeboten werden.
Die beiden Hauptfiguren Stephanie und Ethan ist sehr glaubwürdig gezeichnet, wenn sie natürlich auch gewisse Stereotype bedienen müssen, da es in der Story ja darum geht, dass sie gewisse Vorurteile über den jeweils anderen haben, die aber aufgebrochen werden, als sie einander näher kennenlernen. Auch sind sie die Akteure in einer Pygmalion-Story, wozu beispielsweise auch „Pretty Woman“ oder „My Fair Lady“ gehören. In Ethans Augen ist Stephanie ein typischer Goth – mit dramatischem Augen-Make-up, schwarzen Klamotten und unzähligen Piercings. Doch nach und nach erkennt er (und auch sie), dass all das nur Schutzmechanismen sind. Und Ethan selbst ist auch mehr als ein typischer reicher Junge. In seinem Fall ist die angepasste Kleidung und sein Sunny-Boy-Lächeln eine Maske, mit deren Hilfe er verbirgt, wie es wirklich in ihm aussieht. Und zu sehen, wie beide die Mechanismen des jeweils anderen durchschauen lernen, wie sie sich aufeinander zubewegen, aber auch lernen, sich treu zu bleiben, das beschreibt die Autorin wirklich sehr schön und glaubwürdig. Da sie das Ganze mit vielen spritzigen Dialogen mischt und auch einen Schuss Erotik hinzufügt (aber wirklich alles sehr dezent), hat man es wirklich mit einer sehr charmanten kleinen Geschichte zu tun, die sich von anderen typischen Liebesgeschichten im E-Book-Format abhebt. Und das, obwohl sie keinen Bogen um ernste Themen und ernste Probleme macht.

Mein Fazit: Eine wirklich schöne Geschichte für zwischendurch.

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Ein Kommentar zu „Lauren Layne: Isn’t She Lovely

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